Stadt der Vielfalt

7. Frankfurter Immigrationsbuchmesse 2018

27. - 29. April 2018



Sehr geehrte Damen und Herren,


wir laden Sie hiermit für Freitag, den 27. April 2018 um 19 Uhr, zur Eröffnung der

7. Frankfurter Immigrationsbuchmesse ein. Ab 18.00 Uhr ist unser Veranstaltungssaal geöffnet und wir begrüßen Sie vorab mit unterschiedlichen musikalischen Darbietungen und einem Sekt- und Saftumtrunk. Außerdem erhalten Sie bei dieser Gelegenheit das Programm für den gesamten Ablauf der Immigrationsbuchmesse.


Die Eröffnungsveranstaltung findet außerhalb der Öffnungszeiten des Historischen Museums statt. Teilnahme deswegen nur nach vorheriger Anmeldung!


Die diesjährige Immigrationsbuchmesse ist dem im Jahr 2005 in einem Polizeigefängnis in Dessau ums Leben gekommenen Oury Jalloh gewidmet.

Gast-City ist unsere Nachbarstadt Flörsheim.


Wir möchten durch unser Engagement Solidarität gegenüber Flüchtlingen und den engagierten Menschen, die sich für die Flüchtlinge und die Menschenrechte einsetzen, zeigen und freuen uns auf Ihr Kommen und Ihre Unterstützung.

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Foto Von Rosemarie Overstreet

Ca. 18 Uhr, Eine Stimme aus Afrika
Kotey Niikoi

Kotey, geboren und aufgewachsen in Accra (Ghana), begann schon in jungen Jahren verschiedene traditionelle Musikrichtungen zu erlernen. Er spielt viele Instrumente, darunter Gitarre, Bambusflöte (Atenteben), E-Bass, Percussion und diverse Trommeln wie beispielsweise Kpanlogos, Gome (eine Kiste, auf der man sitzt, die man mit Händen und Füßen spielt und die als Großvater der Cajon gelten darf) sowie die Trommeln des Obonu-Sets. Diese waren lange Zeit den Königshöfen vorbehalten, so dass nur wenige Musiker Gelegenheit hatten, die Rhythmen zu erlernen. Seit 2003 lebt Kotey in Frankfurt am Main. Er komponiert seine eigenen Songs, die von verschiedenen traditionellen westafrikanischen Stilen wie Palmweinmusik und traditionellen Trommelrhythmen, aber auch von Jazzharmonien beeinflusst sind.

Kotey gibt Konzerte - Solo oder mit seiner Band “Dromo”. Seine erste CD “Suban” erschien 2014, aktuell arbeitet er an der zweiten.

Kotey ist auch als Trommellehrer tätig und sein Ziel besteht darin, Aspekte der traditionellen Kultur Ghanas zu erhalten, wiederzubeleben und zu verbreiten.


www.kotey-niikoi.com


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Foto Von Sabine Streckies
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Ca. 18:30 Uhr
Weltmusik-Ensemble der Musikschule Frankfurt

Das Weltmusik-Ensemble der Musikschule Frankfurt unter Leitung von Stephen O’Connor hat sich zum Ziel gesetzt, in „offener Besetzung“ (Blas-, Streich-, Tasten-, Schlaginstrumente, teilweise mit Gesang) Musik aus möglichst vielen Regionen unseres Planeten zu spielen. Das Repertoire der Gruppe umfasst Klänge aus Europa (von irisch über Gypsy bis Klezmermusik), Lateinamerika, Afrika und dem Orient. Bei den Auftritten des Ensembles wird dem Publikum keineswegs nur traditionelle Folklore dargeboten, auch ethnisch geprägte zeitgenössische Musikstücke, die Pop/Jazz-Elemente enthalten können oder aus einer Mischung von Einflüssen verschiedener Kulturen entstanden sind.

Die Mitspieler der Gruppe sind vorwiegend Instrumentalschüler*innen der Musikschule Frankfurt in einer Altersspanne von 12 bis etwa 25 Jahren.


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Eröffnung der Frankfurter Immigrationsbuchmesse


Um 19:00 Uhr wird die 7. Frankfurter Immigrationsbuchmesse eröffnet von Herrn Hamidul Khan, Vorsitzender der Frankfurter Immigrationsbuchmesse e.V.


Redebeiträge:

  • Dr. Jan Gerchow (Direktor des Historischen Museums Frankfurt)
  • Herr Jumas Medoff (Vorsitzender der Kommunalen Ausländervertretung der Stadt Frankfurt am Main)
  • Professor Dr. Mizanur Rahman Khan
  • Christine Wagner (Galeristin)
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Buchvorstellung bei der Immigrationsbuchmesse 2014
Alexandra Müller-Schmieg(Hr) und Pitt von Bebenburg ( Fr)

Anschließend kommen wir zur Verleihung des Immigrationsbuchmesse-Buchpreises und des Integrationspreises der Immigrationsbuchmesse.
Moderation: Alexandra Müller-Schmieg, Florindo Di Lucente und Sylvia Barua


Redebeiträge:

  • Dr. Ernst Karpf und Dr. Monika Carbe
  • Dr. Sigrun Müller, Dr. Susanne Konrad, Sybille Vogl, Hamidul Khan

Der „Immigrationsbuchmesse-Buchpreis 2018“

Eine Stadt und Ihre Einwanderer

700 Jahre Migrationsgeschichte in Frankfurt am Main

von Dr. Ernst Karpf

Seit seinem Bestehen ist Frankfurt ein Knotenpunkt für Handel und Wirtschaft und entsprechend vom Kommen und Gehen der unterschiedlichsten Menschen geprägt. Neben den Zuwanderern aus umliegenden Regionen kamen seit dem Mittelalter jüdische Einwanderer, Kaufleute und christliche Glaubensflüchtlinge. Nach den beiden Weltkriegen siedelten sich ausländische Arbeitsmigranten an. 1960 schließlich wanderten Asylbewerber und Armutsflüchtlinge aus anderen Kontinenten ein sowie Angestellte internationaler Firmen.

Das Buch, herausgegeben vom Frankfurter Amt für multikulturelle Angelegenheiten, bietet die erste Gesamtdarstellung der Einwanderung nach Frankfurt seit dem Mittelalter bis heute. Ernst Karpf schildert darin, wie die Stadt auf die Zuwanderer reagierte und Konflikte zwischen den unterschiedlichen Interessen ihrer Einwohner löste.

Dabei wird deutlich, wie sehr die Entwicklung der Stadt von der Zuwanderung abhängig war und ist - und dass auch in früheren Zeiten über Fragen der Integration debattiert wurde.

Ernst Karpf, Dr. phil., Historiker und Webentwickler, arbeitet freiberuflich unter anderem zu Themen der Stadtgeschichte für Frankfurter Museen und Institute.

Herr Karpf wird für sein Buch 2018 mit dem „Immigrationsbuchmesse-Buchpreis“ der Frankfurter Immigrationsbuchmesse e.V. ausgezeichnet.

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Dr. Ernst Karpf
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Buchvorstellung bei der Immigrationsbuchmesse 2014
Dr. Ernst Karpf, Pitt von Bebenburg ( Fr)
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Literatur Abend2010 in Offenbach
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Literarische Matinee 2015
Begegnungs- und Servicezentrum Frankfurt/Heddernheim

Dr. Monika Carbe

Der „Immigrationsbuchmesse Integrationspreis 2018“


Dr. Monika Carbe schloss ihr Studium der Germanistik, Indologie und Philosophie in Marburg an der Lahn ab; Promotion über „Die Vertauschten Köpfe“ von Thomas Mann; veröffentlichte einen Roman, Lyrik, Kurzgeschichten, in Anthologien und schreibt Rezensionen, Kunstkritiken für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften. Seit 1990 Übersetzungen türkischer Literatur : Nazim Hikmet, Sait Faik, Nedim Gürsel; seit Jahren intensive Beschäftigung mit der bengalisch-indischen Literatur und Literatur der Migration - im weitesten Sinn. Sie lebt seit 1971 in Frankfurt am Main.

Sie ist 1945 in der Theaterstadt Meiningen in Thüringen geboren, wuchs ab 1952 in Herford in Westfalen und Umgebung, zeitweise auch in Kopenhagen auf. Nach zwei Jahrzehnten hauptberuflicher pädagogischer Tätigkeit in der Erwachsenbildung entschloss sie sich ab den 1990er Jahren, freiberuflich als Autorin und literarische Übersetzerin zu arbeiten. Bei einer Feierlichkeit wird Sie am 27. April 2018 mit dem Integrationspreis der Frankfurter Immigrationsbuchmesse e.V im Historischen Museum ausgezeichnet.


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Open Air, Orangerie Garten Darmstadt, Tagore Veranstaltung 2011
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Literatur Abend2010 in Offenbach
Dr. Monika Carbe und Migranten aus der Türkei

Integrationspreis 2018: Uhlandschule in Frankfurt am Main

 

Wir hatten uns für das Schulprojekt „Bildung und Integration“ der Uhlandschule entschieden. Die Jury kam übereinstimmend zu dem Beschluss, das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer dieser Schule zu würdigen, da sie sich in besonderer Weise mit den Themen Immigration, Integration, Menschenrechten, Frieden und Völkerverständigung auseinandersetzen. 

Insbesondere die Projekte im Zusammenhang mit der Alphabetisierung haben uns überzeugt. Für die Integration von ausländischen Kindern und für ihren Zugang zu Bildung sind sie unentbehrlich. Aus diesem Grund verleiht die Immigrationsmesse den diesjährigen „Schul-Integrationspreis“ an die Uhlandschule.

Die Übergabe an die Preisträger erfolgt bei der Eröffnung der Frankfurter Immigrationsbuchmesse am 27. April 2018 im Historischen Museum. 

 

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Es folgt eine Ehrung des Malers Max Weinberg zu seinem 90. Geburtstag


Aus der im Jahre 1986 entstandenen Wanderausstellung - Die Vernichtung der Juden - Malerei und Installation von Max Weinberg und Barbara Greul Aschanta. werden einige Exponate ausgestellt. Die Ausstellung wird bis heute im In und Ausland gezeigt.

Gekürzte Eröffnungsrede von Prof. Dr. Georg Heuberger, ehemaliger Direktor des Jüdischen Museums Frankfurt/Main, ehemaliger Präsident der Claims Conference, Deutschland, 2007 Museum der Stadt Langen.

Die künstlerische Auseinandersetzung mit der „Vernichtung der Juden“ ist auch deshalb so bedeutsam, weil gerade durch die nichtsprachliche Ebene der Betrachter die Gelegenheit erhält, seine ganz eigene emotionale Beziehung zu diesem Thema zu entwickeln. Hinzu kommt, dass Weinberg und Greul Aschanta einen jeweils unterschiedlichen Zugang und eine persönliche Dimension zum Ausdruck bringen, die durch ein Begriffspaar: hier die Aggression, die Gewalt, dort die stille Trauer nur unzureichend beschrieben werden kann.

Zusammen bieten die Arbeiten von Max Weinberg und Barbara Greul Aschanta sowohl die Täterperspektive als auch die der Opfer dar, aber nicht in einer Art „falscher Symmetrie“, sondern als eine jeweils notwendige Ergänzung. Trotz meiner Bedenken gegen den Begriff einer „deutsch-jüdischen Symbiose“ - da sie realhistorisch nie existierte -, können wir ihn für diese Ausstellung vielleicht verwenden. Oder um es mit den Worten der Künstlerin Greul Aschanta selbst zu sagen: „Dies ist wie ein Traum und eine Sehnsucht für Opfer und Täter in der Heimatlosigkeit des Grauens.“

„Wie viel Heimat braucht der Mensch?“ fragte einst Jean Amery, ein Auschwitz- Überlebender - eine Frage, die er selbst niemals beantwortet hat: Er beging Selbstmord. Demgegenüber zeichnet Weinberg und Greul Aschanta ihr steter Kampf gegen das Vergessen und für die Erinnerung aus. Für beide ist Kunst einer der vielen Versuche, das Leben menschenwürdig zu bestehen.

Und zur Frage der Heimat möchte ich mit einem Zitat von Theodor W. Adorno enden, der bereits eingangs zu Wort kam: „Wer aber zu den Verfolgten gehört, für den gibt es keine ungebrochene Identifikation mehr. Der Begriff der Heimat, der Nation, all das ist gebrochen. Nur noch eine Heimat ist denkbar - eine Heimat, aus der keiner mehr ausgeschlossen wäre, die Menschheit.“


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Zum Ausklang um ca. 21. 00 Uhr
Latino Musik, Trio Rodrigo Vidal, Pocho Chacón und Jhony Tambo
(Salsa, Reggaeton, Cumbia, Vallenato)

(Programmänderungen vorbehalten).


Weitere Informationen


Der Ort für die Eröffnungsfeier und die gesamte Messe ist das Historische Museum Frankfurt am Main, Am Römerberg, Saalhof 1. Die Eröffnungsveranstaltung ist nur für geladene Gäste. Anmeldung, Unbedingt (maximal 2Personen): Bitte melden Sie sich bis spätestens 15.04.2018 an bei : hamidul.khan@gmx.de , Die Eröffnungsveranstaltung findet außerhalb der Öffnungszeiten des Museums statt.


Veranstalter

Frankfurter Immigrationsbuchmesse e.V.


Vorstand:

Dr. Sigrun Müller, Dr. Susanne Konrad,

Sybille Vogl, Florindo Di Lucente und Hamidul Khan

Kontakt: Sybille Vogl, Hamidul Khan, 0151 23333 502

www.historisches-museum-frankfurt.de


Die Frankfurter Immigrationsbuchmesse ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein und finanziert sich ausschließlich aus Spenden, öffentlichen Zuschüssen und privaten Sponsoren.

Spenden Bankverbindung:

Frankfurter Immigrationsbuchmesse e.V. Amtsgericht Frankfurt am Main, VR 15950

Frankfurter Sparkasse 1822 IBAN: DE59 5005 0201 0200 6343 64 BIC: HELADEF1822

Für die Inhalte sämtlicher im Programm enthaltener Texte sind ausschließlich die Veranstalter, die Autoren bzw. die Verlage selbst verantwortlich. Bei diesem Plan handelt es sich um ein vorläufiges Konzept, das im Wesentlichen so stattfinden soll. Der zeitliche Ablauf ist natürlich nicht minutiös planbar, daher könnte es zu kleinen, zeitlichen Verschiebungen kommen. Wir bitten um Verständnis. Diskussionen sind mit den Autoren möglich. Veränderungen im Programm sind vorbehalten.
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